Dienstag, 5. Juli 2016

WMDEDGT: Mein Arbeitstag als Mompreneur

 
Moin, Ihr Lieben!
 
Heute ist der 5. des Monats und damit wieder Tagebuchbloggen à la WMDEDGT aka "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" Also für Euch die Gelegenheit, uns durch unseren Alltag zu folgen!
 
Wie schon die letzten Male bin ich mutig und blogge fortlaufend, d.h., es gibt nicht den einen, fertigen, (nahezu) perfekten Text am Ende des Tages, sondern eine Erzählung, die sich Stück für Stück, nach und nach fortschreibt, während der Tag fortschreitet - mit all den Geschehnissen, Überraschungen, Fehlern und Pannen, die ein Tag und ein Text so zu bieten haben ;)
 
Kommt mit und schaut immer mal wieder rein - dann steht hier vielleicht wieder etwas Neues!
 
Viel Spaß dabei und bis später!
 
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Ihr seht es bereits am Titel dieses Posts: Diesmal soll es um meinen Arbeitstag als Mompreneur gehen. Denn die liebe Emilia hat mich gestern auf Instagram gefragt, wie mein Arbeitstag als solche/r beginnt.
 
Doch was ist das eigentlich, ein Mompreneur? Und muss es nicht eigentlich Mompreneurin heißen?
 
PS: Folgt Ihr mir eigentlich schon auf Instagram? Falls nicht, seid Ihr herzlich eingeladen, das zu tun! 

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Es heißt "MomPreneur"! Das setzt sich zusammen aus den englischen Worten "Mom" und "Entrepreneur" und meint Frauen, die Mutter und Unternehmerin sind. Die sich selbstständig machen und versuchen, die richtige Balance zwischen Familie und Arbeitswelt zu finden.
 
Als ich das zuerst im Netzwerk der MomPreneurs las, dachte ich: Das klingt gut! Richtig gut!Und als nächstes: Aber nicht einfach. Korrekt. Genau das ist es auch: Gut, und überhaupt nicht einfach zugleich.
 
Denn so ist es auch bei mir: Ich kümmere mich um die Kids. Unseren wunderbaren Küstenjungen (2,5 Jahre) und unser einzigartiges Küstenmädchen (15 Monate). Und dann habe ich noch den Blog. Und den Haushalt, drei Katzen, einen Garten, einen Mann und den Rest vom Leben.
 
Bin ich jetzt ein MomPreneur?
 
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Schließlich ist mein Blog kein Unternehmen. Jedenfalls nicht im klassischen Sinn. Noch nicht, jedenfalls. Oder doch? Ich weiß es nicht. Aber ich erzähle Euch mal unseren Tag - und vielleicht finde ich es dann heraus...
 
Mein Tag als Mom beginnt um 5.45 Uhr. Eigentlich noch früher, denn das kleine Küstenmädchen schläft wie so oft in letzter Zeit sehr unruhig. Wir sind mehrfach wach und ich muss sie trösten.
 
Viertel vor sechs ist eine ganz schön frühe Zeit, jedenfalls für mich. Ich weiß, einige von Euch MomPreneuren stehen noch früher auf, um erstmal in Ruhe zu arbeiten, bevor der Rest der Familie aufwacht. Aber, ganz ehrlich: Das schaffe ich nicht. Meist bin ich erst um oder nach Mitternacht im Bett. Das sind dann ohnehin nur ca. 5 Stunden Schlaf - oder weniger, siehe oben.
 
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Bei der morgendlichen Routine bin ich zu 100% Mom. Ach was, 110 %, denn gerade mit so wenig Schlaf muss ich aufpassen, dass ich an alles denke. Am leichtesten fällt mir das beim morgendlichen Im-Bett-Kuscheln mit den Kids :) Das findet immer statt und wir genießen es sehr! Dann alle aufstehen, lüften, waschen, anziehen, frühstücken, abräumen, wickeln, Zähne putzen, fertig machen.
 
Die Entrepreneurin bzw. Bloggerin in mir schafft es höchstens, mal einen schnellen Blick auf ihr Handy zu werfen, ob bei Instagram, Facebook & Co alles am Laufen ist, was ich am Abend vorher vorbereitet habe. Ja, alles an Bord, so sollte es sein! Aber meine Mails laufen auf Grund, da muss ich nachher ran. Und drei Nachrichten aus der Krabbelgruppe und zwei von Ebay-Käufen für Kindersachen, die beantworte ich fix.
 
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Mein Mann hat heute das Auto, also werde ich erst später losfahren können, um die Ebay-Kleinanzeigen-Käufe abzuholen. Aber dafür kann er den Küstenjungen bei der Tagesmutter absetzen. Ja, Aufgabenteilung wird bei uns groß geschrieben, anders geht es nicht. Doch wer denkt, ich könne jetzt bloggen, hat sich geirrt - das kleine Küstenmädchen möchte auch nach draußen, und so gehen sie und ich, die Mom, in den Sandkasten.
 
Ach, das ist wirklich ein schöner Part vom Mami-Sein! Wir spielen und die Sonne kommt raus. Unsere kleine Katze gesellt sich zu uns und schmust mit mir. Wir backen Sandkuchen und das kleine Küstenmädchen erzählt mir in ihrer nicht-mehr-ganz-Babysprache, wie spannend sie das alles findet. Erst recht, als ich für sie das Bobby-Car raushole, mit dem sie erstaunlich schnell durch die Gegend rutscht.
 
Hört sich nach Idyll an, oder? Ist es auch, aber in meinem Hinterkopf türmen sich die Hausarbeit, die Telefonate, die Mails und der Blog...

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Wir/Ich mache/n einen Kompromiss. Mein kleines Mädchen kann grad so gar nicht allein sein, also setze ich mich zu ihr. Sie untersucht die Blumentöpfe und ich mache am Handy, was geht. Auch schon mal den ersten Teil von diesem Post, denn der soll schließlich online gehen... Seid mir bitte nicht böse, wenn ich nur häppchenweise schreibe, denn ich glaube, anders funktioniert es heute nicht, sie ist einfach sehr anhänglich...

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Zwischendurch gieße ich die Tomaten, rupfe Unkraut und räume den Gartenschuppen auf. Alles ist für mein Töchterchen ok, solange nur die Tür nicht zugeht und ich in ihrer Nähe bin. Dann aber wird sie müde, ich packe die Garten- und Sandkastensachen zusammen und wir gehen bzw. ich trage sie ins Haus.
 
Da wieder eine Routine, diesmal die Wir-kommen-von-draußen-rein-Routine: Kind ausziehen, Hände waschen, Sachen wegräumen, etwas zu trinken geben. Beim Händewaschen fällt mir auf, dass das Waschbecken ganz schön dreckig ist, und ich putze es schnell. Samt Ablagen, Spiegel und Toilette, denn die sind auch mal dran. Puh, schon wieder eine halbe Stunde rum. War das jetzt die Mom, die am Werke war? Die Entrepreneurin jedenfalls scharrt immer ungeduldiger mit den Füßen.
 
Mein Küstenmädchen hat in der Zwischenzeit auch versucht zu putzen und ich beseitige die Spuren ;)
 
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Da - es klingelt! Ein echtes Highlight, denn die Kochbox, die ich vor einiger Zeit bei der wunderbaren Mama im Spagat gewonnen habe, trifft ein. Die Mom packt aus und freut sich; die Bloggerin fotografiert den schmackhaften Inhalt - und freut sich ebenfalls.

 

Die guten Sachen sind allerdings für morgen bzw. Donnerstag, denn heute habe ich noch Kartoffeln von gestern, die ich verarbeiten muss. Ja, wir versuchen schon, möglichst wenig wegzuschmeißen - irgendetwas lässt sich ja immer zaubern ;)

 
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Da der Paketbote im Flur fast über die Kinderschuhe gefallen ist, räumt die Mom wieder auf. Auch gleich den Zeitungsstapel, und dann ist mal wieder der Mount Wäsche dran. Wieso wächst der eigentlich immer wieder?!
 
Das kleine Küstenmädchen, das fasziniert zugesehen hat, was Mami da einräumt, nachdem sie doch alles erst so toll ausgeräumt sortiert hat, gähnt. Ich nehme sie in die Marsupi, und sie schläft ein. Kein Wunder, es ist bereits später Vormittag, und wir sind schon lange wach. Ach ja, ich würde auch so gerne... Aber nein.
 
Denn die Schlafenszeit unseres kleinen Mädchens ist nicht nur etwas, was sie braucht, sondern auch sehr praktisch. Ich kann sie hinlegen und dann schnell in den Keller flitzen, dort wieder Wäsche abhängen, die Verpackungen einsortieren und nebenbei lüften.
 
Dann schnell nach oben. Yeah! ruft die Bloggerin, endlich an den Schreibtisch! Ich tippe wieder ein Stück für diesen Post, dann laufen Urlaubsrecherche und Facebook parallel.

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Und dann passiert etwas richtig Tolles: Ein Kommentar unter einem Post, ein kurzer Chat mit einer anderen MomPreneur, sie schickt mir ihre Nummer - und schon telefoniere ich mit Steffi vom Biber & Butzemann Verlag. Dort werden liebevoll illustrierte Geschichten zu verschiedenen Urlaubsorten und regionalen Zielen verlegt - und wir reisen doch so gerne! Wir vereinbaren, dass ich demnächst mal eines ihrer Bücher lesen und verbloggen darf, und sind beide glücklich.
 
Wie schön; mein Bloggerherz lacht! Ich schreibe hier wieder einen kleinen Abschnitt, da wacht auch schon mein kleines Mädchen auf und unsere Mittagsroutine beginnt.
 
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Die Mittagsroutine macht die Mom, und ich kürze mal etwas ab, damit die Bloggerin nachher auch noch zu Wort kommt ;) Kochen und Essen für und mit dem kleinen Küstenmädchen, abräumen, abwaschen, anziehen, losflitzen, zusammen den Küstenjungen abholen, Zuhause ankommen, alle ausziehen, zusammen spielen, wickeln, in den Mittagsschlaf bringen. Und ja, den braucht auch die Mom, siehe oben! Damit sie und die Bloggerin nachmittags einen klaren Kopf und ein volles Herz mit Liebe und Geduld für alle haben.
 
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Doch dieser Nachmittag ist anders: Der Mann kommt und übernimmt die Kids, die Entrepreneurin hat ein Coaching! Darauf freue ich mich wirklich, und ich bin froh und dankbar, das wahrnehmen zu können, denn es hilft mir weiter. Berufliche Orientierung, Bewerbung, Verdienst, Bloggen, Vereinbarkeit - das alles sind wichtige Themen, die bearbeitet gehören. Vielleicht erzähle ich Euch demnächst mal mehr dazu!
 
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 Danach ist gleich die Mom wieder dran - denn auch wenn ich es genieße, mal alleine unterwegs zu sein, vermisse ich meine Küstenkinder jedes einzelne Mal. Ich telefoniere schnell mit Zuhause, muss aber auf dem Rückweg noch einen der Ebay-Käufe, die ich oben erwähnt habe, abholen. Das klappt, und wird zugleich ein super netter Kontakt. Mit der anderen Mami schnacke ich noch kurz - wir liegen echt auf einer Wellenlänge und haben die gleichen Sorgen und Freuden!
 
Ich fahre nach Hause, und die Abendroutine beginnt: Abendbrot, abräumen, aufräumen (alles Spielzeug und alle gemeinsam), waschen, wickeln, Zähne putzen, ins Bett bringen. Ich übernehme die Einschlafbegleitung. Als Mom liebe ich das - die Lütten sind so süß, wenn sie nach und nach zur Ruhe kommen. Aber das kann dauern, und wieder schaut die Bloggerin auf die Uhr.
 
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Denn sobald alle schlafen (manchmal auch der Mann), beginnt meine Hauptarbeitszeit. Also JETZT.

Ja, liebe Emilia, um Deine Frage von ganz zu Anfang zu beantworten: Eigentlich startet jetzt erst mein Arbeitstag. Ich liebe es, zu bloggen, aber manchmal ist das auch ganz schön hart.
 
Ich schreibe diesen Post hier fertig, beantworte Mails, pflege die sozialen Medien und meine Netzwerke, plane, recherchiere und schreibe ein Konzept. Ein Gastbeitrag liegt schon länger, auch daran arbeite ich weiter. Bilder wollen noch von der Kamera heruntergeladen und bearbeitet werden... Nur telefonieren kann ich jetzt nicht mehr: Es ist 22:54 Uhr, viel zu spät.
 
Vielleicht schaffe ich das ja morgen mal zwischendurch... Doch, ich schaffe es bestimmt; irgendwie habe ich bis jetzt immer alles geschafft.
 
Apropos morgen: Ihr wisst ja, ich blogge sonst immer montags, mittwochs und freitags.
Morgen ist hier aber mal Pause, weil heute so viel war! Und ein bisschen Zeit brauche ich auch, um für Freitag etwas Spannendes vorzubereiten, oder sagen wir lieber: Vor-zu-Lesen ;)
 
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Jetzt gehe ich gleich ins Bett. Total müde, total erledigt, aber sehr zufrieden. Das war ein voller, aber schöner Tag. Ich habe doch erstaunlich viel geschafft und das meiste genossen.
 
Und zu meiner Leitfrage, ob ich ein oder doch eine MomPreneur bin:
 
Ich bin Mom und Bloggerin. Vielleicht sogar eine Entrepreneurin. Mit wechselnden Anteilen, immer balancierend, nicht immer ausbalanciert - aber mit viel Spaß dabei. In allen Bereichen lebe ich das selbst und ständig, aber momentan ist das ok so. Klar, etwas definiertere Arbeitszeiten wären nicht schlecht - aber das kann sich ja noch entwickeln... Und: Ich kann bloggen und bei meinen Kindern sein - das ist doch toll!
 
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Wie ist das bei Euch? Wer seid, Ihr, was macht Ihr, wie ist bei Euch die Balance? Erzählt mir Eure Geschichte, ich bin gespannt!
 
Alles Liebe und ein Hoch auf die MomPreneure, auf Euch alle!
 
Eure Küstenmami 


Kommentare :

  1. Klingt fast so wie bei uns - also das mit dem immer etwas zu erledigen haben...
    Meinen Beitrag für WMDEDGT habe ich auch noch nicht komplettiert, aber immerhin habe ich heute richtig viel geschafft und was den Beitrag anbelangt, steht davon schon die Hälfte drin :-)
    Liebe Grüße,
    Yvonne

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    1. Moin Yvonne,

      ich glaueb, dass mit dem "Erledigen" wird sich die nächsten 15 Jahre nicht erledigen ;)
      Du warst ja echt fleissig - und schnell! Ich habe es erst nach und nach geschafft, der Tag war wirklich voll. Aber schön!

      Viele liebe Grüße
      Deine Küstenmami

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  2. Danke für den tiefgründigen Einblick, meine Liebe :-)
    Ich bin ebenfalls - mit Leib und Seele - Mompreneurin. Neben dem Blog arbeite ich noch als selbstständige Texterin im Home Office. Endlich hat sich mein Arbeitsalltag so eingependelt, dass ich auch wieder mehr Zeit für meinen Schatz - den Blog - finde! Mompreneurin zu sein ist nicht immer einfach, aber dennoch erfüllt es mich sehr :-) Und es tut so gut, von den Erfahrungen anderer Mompreneure zu lesen. Sehr spannend :-) Danke dir!
    LG
    Elena

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    1. Das ist ja toll, Du bist auch noch Texterin! Kein Wunder, dass Du so gut schreibst, ich lese Deinen Blog sehr gern :)
      Ja, wir MomPreneure und Bloggerinnen sollten uns wirklich öfter austauschen!

      Viele liebe Grüße
      Küstenmami

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  3. Toll, wie du uns jeden Monat so hautnah mit nimmst! Immer wieder packend, deine vollgepackten Tag zu "beobachten".
    Und vielen lieben Dank, dass du auf mich verlinkt hast. Ich hoffe, es hat geschmeckt! Vlg, Nadja

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    1. Und wie das geschmeckt hat, liebe Nadja! Yummi!!!

      Viele liebe Grüße
      Küstenmami

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  4. Hey, ich hatte ja schon via Facebook geschrieben. Sehr schöner Artikel, ganz toll. Genau das interessiert mich.

    Würdest du sagen, du suchst nach einer Lösung z.B. für das Zwischendurch-Telefonieren-Weil-Abends-Nicht-Mehr-Möglich-Problem?

    Oder würdest du z.B. sagen, dass du eine gewisse Tätigkeit lieber nicht mehr selbst machen wollen würdest: Vielleicht die Socialmediapflege?

    Automatisierst du schon bestimmte Dinge?

    Wäre toll, wenn wir uns mal 10-15 Minuten via Skype unterhalten könnten!

    Was sagen die anderen Moms? Wie macht ihr's?

    Viele Grüße, Kev

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